Kurt Schneider berichtet, was ihn bei German Zero überzeugt
Als GermanZero 2022 mit juristischer Expertise 256 Bundesgesetze so umgeschrieben hatte, dass sie auch wirklich auf die Erreichung des Pariser Klimaschutzziels von maximal 1,5 Grad Erderwärmung einzahlen würden, dachte ich: Wow, die haben Lösungen und nicht nur Lippenbekenntisse. Also meldete ich mich bei der Tübinger GermanZero-Gruppe, die sich einmal wöchentlich trifft und Politikgespräche in den Wahlkreisen Tübingen und Reutlingen durchführt.
Innerhalb kürzester Zeit fand ich mich im Gespräch mit einem Bundestags-abgeordneten der SPD. Ich hätte nie gedacht, dass das so unmittelbar möglich ist. Es folgten noch viele weitere Gespräche mit MdBs aller möglichen Fraktionen, auch weit über unsere Wahlkreisgrenzen hinaus bis nach Südbaden und Mannheim, in denen wir die Dringlichkeit klimapolitischer Maßnahmen direkt adressieren und als Lobbyisten in verschiedene Gesetzgebungsverfahren einbringen konnten.
Das Tolle an GermanZero sind die Werkzeuge und die Unterstützung der Zentrale in Berlin. Im erwähnten 1,5-Grad-Gesetzespaket ist es der konsequente Ansatz eines Restbudgets an CO2-Emissionen, das Deutschland noch ausstoßen darf. MappingZero ist ein Tool, das anschaulich darstellt, um wie viele Tonnen die Treibhausgasemissionen sinken würden, wenn die Gesetzgebung konkrete Maßnahmen durchsetzen würde. Und mit der Klimavision lässt sich innerhalb weniger Sekunden für den eigenen Wohnort ausrechnen, welche Zukunftspotenziale gehoben werden könnten, wenn unter anderem die Energieversorgung, der Verkehr, die Gebäudesanierung oder die Industrie vor Ort konsequent auf Klimaneutralität umgebaut werden würde.
Über die Klimavision bin ich auch erstmals mit LocalZero, dem kommunalpolitischen Zweig von GermanZero, in Berührung gekommen. In Tübingen gab es keine Gruppe dazu, da Stadtverwaltung und Gemeinderat das Ziel Klimaneutralität 2030 erreichen wollen – und LocalZero als Zieljahr 2035 zugrunde legt. Mit der letzten Bundestagswahl hat Tübingen dann sämtliche Mandate in Berlin verloren, und als Reutlinger, der seine Heimatstadt ja auch nur lieben kann J, hatte ich im Netzwerk Klimaschutz der Stadtverwaltung schon öfters für die Gründung einer LocalZero-Gruppe Reutlingen geworben (Denn hier liegt das Klimaneutralitätsziel des Landes, also Zieljahr 2040, zugrunde).
Umso mehr freut es mich, dass sich nun tatsächlich genügend Mitstreiter:innen für die Idee gefunden haben, wir von der städtischen Task-Force Klima und Umwelt vorbehaltlos unterstützt werden und mit einem tollen Klima-Aktionsplan loslegen können. Netzwerken mit möglichst vielen Reutlinger Klimaschutzakteuren, die Themen kommunale Wärmeplanung und Mieterstrom durch PV-Anlagen sowie eine verstärkte Beratung der Bevölkerung zur energetischen Gebäude- und Heizungssanierung haben wir uns als TOP-Maßnahmen vorgenommen. Wer schon einmal schauen will, wo sie oder er selbst mit der individuellen Wohnsituation in Sachen Wärmewende steht, empfehle ich noch ein weiteres Tool von GermanZero, den super anschaulichen WärmeGuide. Viel Spaß beim Ausprobieren

